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Aus: Ausgabe vom 11.02.2017, Seite 15 / Geschichte

Anno …: 7. Woche

1737, 15. Februar: Auf Initiative von Premierminister Robert Walpole führt die britische Regierung mit dem »Theatrical Licensing Act« die Theaterzensur ein. Alle Stücke müssen zukünftig vor ihrer Aufführung einer staatlichen Behörde zur Beurteilung vorgelegt werden. 1843 modifiziert, wird die Theaterzensur schließlich erst 1968 per Gesetz abgeschafft.

1877, 15. Februar: Der General Porfirio Díaz, der ein Jahr zuvor durch einen Staatsstreich an die Macht gekommen ist, gewinnt mit großem Vorsprung vor seinen Gegnern die mexikanischen Präsidentenwahlen. Der aufgrund seiner führenden Rolle im Kampf gegen den Kaiser von Mexiko, den Habsburger Maiximilian I., und die ihn unterstützende französische Kolonialmacht populäre Militär regiert diktatorisch bis 1911, als ihn die beginnende mexikanische Revolution zur Abdankung und zur Flucht ins Ausland zwingt.

1947, 19. Februar: Im siebten von insgesamt zwölf Nachfolgeverfahren der Nürnberger Prozesse verurteilt ein US-amerikanischer Militärgerichtshof acht ehemalige Generäle der Deutschen Wehrmacht zu Freiheitsstrafen zwischen sieben und 20 Jahren bzw. zu lebenslanger Haft. Zwei Angeklagte werden freigesprochen, einer nimmt sich vor Prozessbeginn das Leben, einer scheidet wegen Krankheit aus. Das auch als »Geiselmordprozess« bezeichnete Verfahren bezieht sich auf Kriegsverbrechen in den ehemals besetzten Ländern Jugoslawien, Albanien und Griechenland.

1957, 14. Februar: Das südafrikanische Parlament in Kapstadt verschärft den seit 1927 bestehenden »Immorality Act« (»Unsittlichkeitsgesetz«). Danach ist es Bürgern der Südafrikanischen Union verboten, sexuelle Beziehungen mit einem Partner anderer Hautfarbe einzugehen. Ein Verstoß gegen das Apartheidsgesetz kann in Zukunft mit Gefängnisstrafen bis zu sieben Jahren geahndet werden. Neu ist auch, dass nun bereits der Versuch der Gesetzesübertretung unter Strafe gestellt wird.

1987, 16. Februar: Das Bonner Landgericht verurteilt den Ex-Flick-Manager Eberhard von Brauchitsch und die früheren Bundeswirtschaftsminister Hans Friederichs und Otto Graf Lambsdorff wegen Steuerhinterziehung im Rahmen der sogenannten Flick-Affäre zu Geldstrafen zwischen 61.500 und 550.000 DM.

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