Zum Inhalt der Seite
Hesse-Briefe

Hellsichtig

Im Antiquariatshandel sind mehr als 140 verschollen geglaubte Briefe des Schriftstellers Hermann Hesse (1877–1962) an seinen Verleger Samuel Fischer aus den Jahren 1903 bis 1934 aufgetaucht. Das Deutsche Literaturarchiv in Marbach hat sie für eine nicht genannte Summe erworben. Hesse zeigte sich in den Briefen hellsichtig. So schrieb er über seinen Roman »Peter Camenzind«: »Mein Werkchen ist unmodern, sogar antimodern. Auch an formalen Mängeln wird es nicht fehlen.« Über die von ihm als Roman bezeichnete Erzählung »Unterm Rad« meinte er: »Nur fürchte ich, er wird langweilig werden.« (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 15.12.2016, Seite 11, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!