Zum Inhalt der Seite

Erdogan ruft »nationale Mobilmachung« aus

Istanbul. Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat am Mittwoch in Ankara die »nationale Mobilmachung gegen alle Terrororganisationen« ausgerufen. Die Sicherheitskräfte müssten »Terroristen« so hart bekämpfen, wie es die Gesetze zuließen. Die Aufgabe könne aber nicht der Polizei alleine überlassen werden, sagte der Staatschef. Die Bevölkerung solle alle Verdächtigen und deren Unterstützer den Behörden melden. Laut Erdogan befinden sich, im Zusammenhang mit vermuteter Aktivität für die verbotene PKK, zur Zeit mehr als 10.500 Personen wegen »Terrorverdachts« in Untersuchungshaft. Nach den Anschlägen am vergangenen Samstag wurde die Repression weiter verschärft. Rund 570 Menschen wurden nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu alleine am Montag und Dienstag festgenommen. Am Mittwoch wurden zudem zwei weitere HDP-Abgeordnete verhaftet. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 15.12.2016, Seite 1, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!