Jetzt zwei Wochen gratis testen.
Gegründet 1947 Donnerstag, 13. Juni 2024, Nr. 135
Die junge Welt wird von 2782 GenossInnen herausgegeben
Jetzt zwei Wochen gratis testen. Jetzt zwei Wochen gratis testen.
Jetzt zwei Wochen gratis testen.
Aus: Ausgabe vom 16.07.2016, Seite 15 / Geschichte

Anno ... 29. Woche

1936, 18. Juli: Mit einem Militärputsch im damaligen Protektorat Spanisch-Marokko unter Führung des Armeegenerals Francisco Franco beginnt der Spanische Bürgerkrieg. Der Kampf zwischen den Anhängern der republikanischen, von liberalen und linken Parteien getragenen Regierung und den von Teilen der Armee sowie Monarchisten und Katholischer Kirche unterstützten Putschisten greift umgehend auf das Festland über. Dem Krieg, der 1939 mit dem Sieg Francos und der Errichtung einer bis 1976 dauernden faschistischen Diktatur endet, fallen laut Schätzungen etwa 500.000 Menschen zum Opfer.

1946, 22. Juli: 3.000 deutsche Kriegsgefangene aus der Sowjetunion treffen im Lager Gronefeld in der Nähe von Frankfurt am Main ein. Es handelt sich bei ihnen um die ersten von insgesamt drei Millionen Angehörigen der faschistischen Wehrmacht, die während des von Nazideutschland entfesselten Krieges gegen die UdSSR in Gefangenschaft geraten. Die letzte größere Entlassungswelle beginnt am 7. Oktober 1955; sie wird in Deutschland als »Heimkehr der zehntausend« bezeichnet.

1976, 20. Juli: Der US-amerikanischen Raumsonde »Viking 1« gelingt die erste weiche Landung auf dem Planeten Mars. »Viking 1« und der Schwestersonde »Viking 2«, die im September landet, liefern Fotoaufnahmen ihrer unmittelbaren Umgebung auf dem »roten Planeten«. Zudem sind sie mit einem Experimentierpaket ausgestattet, mit dessen Hilfe unter anderem chemische Analysen von Boden und Gestein ermöglicht werden. Die Kosten der Mission belaufen sich auf rund eine Milliarde US-Dollar.

22. Juli 1986: Als letzter Staat in Europa verbietet Großbritannien die Prügelstrafe in Schulen. Während Lehrergewerkschaften schon seit langem ein Ende der körperlichen Bestrafung gefordert hatten, stellen sich große Teile der regierenden Konservativen gegen das Vorhaben. Chris Patten, Staatssekretär im Erziehungsministerium, erklärt: »Körperliche Strafen werden von vielen bekannten und verantwortungsvollen Erziehern als wertvolles disziplinarisches Instrument angesehen. Wir sollten sie nicht leichtfertig dieses Instruments berauben. Die Abschaffung der Prügelstrafe ist eine Schwächung der Position der Lehrer, und das ist das letzte, was wir wollen in Zeiten, wo wir zunehmend mit dem Problem der mangelnden Disziplin an den Schulen zu kämpfen haben.« Die oppositionelle Labour Party stimmt im Parlament geschlossen für das Vorhaben, auch einzelne konservative Abgeordnete schließen sich an. Die Befürworter des Verbots setzen sich schließlich knapp mit 231 zu 230 Stimmen durch.

Mehr aus: Geschichte