-
29.06.2016
- → Antifaschismus
Strafanzeige gegen Neofaschistin Dittmer
Aachen. Der Aachener Kreisverband der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten und Antifaschistinnen hat gegen die Neofaschistin Melanie Dittmer Strafanzeige wegen Volksverhetzung und Verunglimpfung des Ansehens Verstorbener erstattet. Das teilte der Kreisverband am Sonntag mit. Hintergrund sei Dittmers Vorschlag, sogenannte Stolpersteine, die an jüdische und andere Opfer des Faschismus erinnern »umzudekorieren«. In ihrem Blog habe Dittmer eine entsprechende Anleitung veröffentlicht. Darin wurde dazu aufgerufen, die Stolpersteine mit Zetteln zu überkleben, die an deutsche Opfer von Gewalt in der jüngeren Vergangenheit erinnern. Melanie Dittmer ist als Anmelderin der Aufmärsche des Düsseldorfer Pediga-Ablegers »Dügida« sowie als Compact-Autorin bekannt. Die heute 37jährige gehörte früher der NPD-Jugendorganisation »Junge Nationaldemokraten« an. In Interviews erklärte sie, es sei heute unerheblich, ob es den Holocaust gegeben habe. Im April 2016 wurde sie bereits wegen Volksverhetzung zu einer achtmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt – unter anderem soll sie vor einer Moschee Parolen über »pädophile Muslime« gerufen haben. (jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!