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Aus: Ausgabe vom 11.11.2015, Seite 11 / Feuilleton

Feuchter Doppelkehricht

Von Dusan Deak

In den Führungsgremien der Grünen gibt es wieder mal Gesprächsbedarf. Nicht nur das drohende Parteiausschlussverfahren gegen den Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer (»wir schaffen es nicht!«) beschäftigt die Basis. Auch die Besetzung der Parteispitze nach Mann-Frau-Quotierung ist nicht mehr zeitgemäß. Schon die Bezeichnung »Parteispitze« beschreibt die Sachlage nicht korrekt und ist physikalisch ungenau. Damit werden vier Personen bezeichnet. Es handelt sich also um keine »Spitze«, sondern vielmehr um eine Art Fächer, Rechen oder Schaufel. »Parteirechen« als Bezeichnung der Grünen-Führungsstrukturen würde passen.

Aber: Bei 60 Gendermöglichkeiten auf Facebook (täglich kommen neue dazu) reicht die Frau-Mann-Quotierung nicht. Sonst droht Diskriminierung der Lebensvielfalt. Um alle Gender zu berücksichtigen (plus Claudia Roth) müssen neue Quoten her. Gedacht werde an eine Parteidoppelspitze im Umfang von 60 bis 120 Personen, heißt es aus gewöhnlich gutunterrichteten Kreisen. Als Bezeichnung der Formation wird Parteikehricht, Feuchter Doppelkehricht oder doppelfeuchter Parteikehricht favorisiert.

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