-
02.07.2015
- → Inland
Journalisten klagen gegen den BND
Berlin. Der aus den USA mitfinanzierte Journalistenverein »Reporter ohne Grenzen« (ROG) hat eine Klage gegen den Bundesnachrichtendienst (BND) eingereicht. Die Überwachungsprogramme des BND verletzen das Fernmeldegeheimnis, meint die Organisation. So würden auch eigene E-Mails an Organisationen, Journalisten im Ausland oder andere Personen in den Überwachungssystemen des BND landen. Durch die Ausspähung sei die freie Berichterstattung auch in Deutschland bedroht. ROG reichte die Klage vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig ein. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!