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Kritik an Hartmann nach Aussageverweigerung

Berlin. Die SPD-Spitze hat die Aussageverweigerung ihres Bundestagsabgeordneten Michael Hartmann im Edathy-Ausschuss als Fehler kritisiert. »Er hat damit eine Chance vertan, zur weiteren Aufklärung beizutragen«, sagte Generalsekretärin Yasmin Fahimi. Bisher hatte die SPD-Führung zu Hartmanns Verhalten geschwiegen. Der Bundestagsabgeordnete war von Zeugen als Quelle genannt worden, durch die 2013 der damalige SPD-Abgeordnete Sebastian Edathy über drohende Kinderpornographie-Ermittlungen informiert wurde. Hartmann hatte dies im Dezember im Untersuchungsausschuss des Bundestags dementiert. Nach mehreren, ihn belastenden Zeugen hatte Hartmann über seinen Anwalt vor seiner zweiten Aussage im Ausschuss am Donnerstag mitgeteilt, er werde sich nicht weiter äußern. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 09.02.2015, Seite 4, Inland

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