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Gedenken an Otto Grüneberg

Berlin. Etwa 70 Menschen nahmen am Sonntag an der traditionellen Kundgebung zu Ehren des Antifaschisten Otto Grüneberg in Berlin-Charlottenburg teil. Der Jungkommunist (geb. 1908) wurde in der Nacht zum 1. Februar 1931 vom SA-Sturm 33 ermordet. Seit den 1970er Jahren erinnert jeweils am 1. Februar vor der Gedenktafel am Haus Schlossstraße 22 ein lokales Bündnis an die Tat. Am Sonntag ergriffen neben Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann (SPD) Vertreterinnen von SPD und der Partei Die Linke das Wort. Kamil Majchrzak (VVN-BdA), Enkel eines Auschwitz-Überlebenden und polnischen Widerstandskämpfers, schlug in einer bewegenden Rede den Bogen vom Terror der Charlottenburger SA zu »national befreiten Zonen« heutiger Neonazis. Er wies darauf hin, dass der SA-Sturm 33 an Folter und Mord ab April 1933 im KZ Sonnenburg beteiligt war. Die Sängerin Isabel Neuenfeldt begleitete die Veranstaltung mit Liedern von Erich Mühsam. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 04.02.2015, Seite 15, Antifaschismus

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