-
31.01.2015
- → Inland
8. Mai: Gysi will Putin einladen
Berlin. Linke-Fraktionschef Gregor Gysi will den russischen Präsidenten Wladimir Putin gemeinsam mit anderen Staatschefs zu den Feiern zum 70. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus nach Berlin einladen. »Ich finde auch, dass ein solches Gedenken ohne das russische Staatsoberhaupt nicht geht«, sagte Gysi am Freitag. Putin einzuladen sei »mehr als angemessen«, es gehe um ein »welthistorisches Ereignis«. Zuvor hatte bereits Linken-Fraktionsvize Wolfgang Gehrcke die Idee unterbreitet. Auf den Vorstoß gab es bei den Linken auch widerstrebende Reaktionen. »Der Vorschlag kommt für mich etwas überraschend«, sagte der Obmann im Auswärtigen Ausschuss, Stefan Liebich, gegenüber der Berliner Zeitung. Als »völlig undenkbar« bezeichnete der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Franz Josef Jung, eine Einladung Putins. (AFP/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!