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Presserat mißbilligt Berichte über MH 17

Berlin. Der Beschwerdeausschuß des Deutschen Presserats hat sich am Dienstag mit 30 Beschwerden zur Berichterstattung über den Absturz des Fluges MH 17 beschäftigt. Das Gremium stellte klar, daß identifizierende Abbildungen von Opfern in der Regel nicht mit seinen Richtlinien vereinbar sind. So erhielt Bild online eine Mißbilligung für seine Berichterstattung, in der Opfer gezeigt und deren Fotos mit Details aus ihrem Privatleben angereichert wurden. Ebenfalls sanktioniert wurden Veröffentlichungen im Stern und auf Bunte online – ebenfalls wegen unzureichendem Opferschutz.

Eine Mißbilligung erhielt zudem Der Spiegel für die Veröffentlichung der Titelseite »Stoppt Putin jetzt!« Aus Sicht des Presserates wurden die Opferfotos auf der Titelseite für eine politische Aussage instrumentalisiert. 18 Leser hatten sich über die Veröffentlichung beschwert.
(jW)

Siehe Seite 8
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Erschienen in der Ausgabe vom 10.09.2014, Seite 1, Titel

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