Gegründet 1947 Freitag, 29. Mai 2020, Nr. 124
Die junge Welt wird von 2295 GenossInnen herausgegeben
Aus: Ausgabe vom 19.08.2014, Seite 9 / Kapital & Arbeit

Hamburger Hafen: Furcht vor antirussischen Maßnahmen

Der Hamburger Hafen hat im ersten Halbjahr die Wettbewerber in Nordwesteuropa klar geschlagen. Der Güterumschlag legte im ersten Halbjahr um 6,6 Prozent auf 72,6 Millionen Tonnen zu, teilte die Marketing-Gesellschaft des Hafens am Montag in der Hansestadt mit. Der wichtige Containerumschlag im größten deutschen Seehafen erhöhte sich um 6,8 Prozent auf 4,8 Millionen Standardcontainer (TEU) – hier spielt vor allem China eine große Rolle. Die Konkurrenten von Rotterdam bis Bremerhaven schafften im Durchschnitt nur 2,7 Prozent plus. Damit habe der Hamburger Hafen seinen Marktanteil von 25,7 auf 26,7 Prozent ausbauen können.

Sorgen bereitet den Hafenmanagern die Entwicklung in Rußland. Der Containerumschlag mit dem zweitwichtigsten Handelspartner des Hafens ging im ersten Halbjahr um 3,8 Prozent auf 330000 TEU zurück. Von Sanktionen betroffen könnten rund 40000 Container jährlich mit Lebensmitteln für Rußland sein, die allerdings nicht alle aus der EU kommen. (dpa/jW)

Kritischer, unangepasster Journalismus von links, gerade in Krisenzeiten!

Die Tageszeitung junge Welt finanziert sich vor allem über Abonnements. Wenn Sie öfter und gerne Artikel auf jungewelt.de lesen, würden wir uns freuen, wenn auch Sie mit einem Onlineabo dazu beitragen, das Erscheinen der jungen Welt und ihre Unabhängigkeit zu sichern.

Mehr aus: Kapital & Arbeit