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Argentinien geht gegen Fonds vor

Buenos Aires. Nach der technischen Staatspleite Argentiniens ermittelt die Börsenaufsicht des Landes wegen des Verdachts auf Insiderhandel gegen mehrere Hedgefonds. Regierung und Fondsmanager hatten sich nicht auf die Rückzahlung von Schulden einigen können. Der Chef der Börsenaufsicht, Alejandro Vanoli, sagte am Montag, er habe seinen US-Amtskollegen um Informationen über Geschäfte mit Kreditausfallversicherungen gebeten, mit denen man sich gegen einen Zahlungsausfall des lateinamerikanischen Staates absichern kann. Seine Behörde will demnach klären, ob die Hedgefonds die Papiere besaßen, während sie gleichzeitig mit Argentinien verhandelten. Die Nutzung von Insiderinformationen sei in Argentinien und den USA strafbar, sagte Vanoli auf einer Pressekonferenz.

(Reuters/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 06.08.2014, Seite 9, Kapital & Arbeit

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