Zum Inhalt der Seite

Im Netz zu Hause

Eine erste Vollversion der »Deutschen Digitalen Bibliothek«, die irgendwann die Onlineangebote von 30000 Museen, Lesesälen, Konzerthäusern, Archiven und Forschungseinrichtungen bündeln und kostenlos zugänglich machen soll, ist seit Montag am Netz. CDU-Kulturstaatsministerin Monika Grütters sagte aus diesem Anlaß in Berlin, das Angebot folge »nicht dem Streben nach den größten Klickzahlen, sondern hier stehen die Inhalte selbst im Zentrum«. Bisher sind knapp 2100 Einrichtungen beteiligt. Bis Ende 2013 hat der Bund knapp 19 Millionen Euro in das Portal investiert, weitere fünf Millionen kamen von den Ländern. Laut Grütters soll es »Schwellenängste« vor »unserem Kulturgut« abbauen, besonders bei »Kindern und Jugendlichen, die schon im Netz zu Hause sind«. (dpa/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 01.04.2014, Seite 13, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!