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Rassismus in Israel

Jerusalem. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ist unter Beschuß religiöser Hardliner gekommen, weil sein Sohn eine nicht-jüdische Freundin hat. »Das ist ein großes Problem«, sagte der Abgeordnete Nissim Seev von der ultraorthodoxen Schas-Partei am Sonntag der Zeitung Jerusalem Post. Netanjahu müsse als Regierungs­chef »nationale Verantwortung zeigen«. Die extremistische Organisation Lehava, die eine »Assimilierung im Heiligen Land« verhindern will, rief Netanjahu dazu auf, seinem Sohn die Beziehung zu einer norwegischen Studentin zu verbieten. Andernfalls würden die Enkel des Regierungschefs »nicht jüdisch sein«, erklärte Lehava-Chef Benzi Gopschtain auf Facebook.(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 28.01.2014, Seite 6, Ausland

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