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Kein Kommentar zur Wirtschaftsspionage

Berlin. Der ehemalige US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden kann in Deutschland weiterhin nicht mit Asyl rechnen. »Die Voraussetzung dafür, daß Herr Snowden in Deutschland Asyl bekommen könnte, liegt nicht vor«, sagte die stellvertretende Sprecherin der Bundesregierung, Christiane Wirtz, am Montag in Berlin. Zu den jüngsten Aussagen Snowdens über Wirtschaftsspionage des US-Geheimdienstes NSA in Deutschland wollte sich die Bundesregierung nicht konkret äußern. »Daß selbst die Interessen der deutschen Wirtschaft kein Regierungsmitglied hinterm Ofen hervorlocken, zeigt, wie wichtig der Bundesregierung die Fortführung der gemeinsamen Überwachungsprogramme mit ihren Geheimdienstfreunden bei der NSA ist«, kommentierte Jan Korte, stellvertretender Vorsitzender der Linksfraktion im Bundestag, das Schweigen in einer Erklärung. (dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 28.01.2014, Seite 1, Ausland

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