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Aus: Ausgabe vom 26.11.2013, Seite 15 / Betrieb & Gewerkschaft

Azubis ohne Ausbildung

Berlin. Im Einzelhandel werden Auszubildende immer früher und stärker für produktive Tätigkeiten eingesetzt, die Nettokosten der Ausbildung sinken für die Betriebe. Zugleich steigen die von den Jugendlichen erwirtschafteten Erträge. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der arbeitsmarktpolitischen Sprecherin der Linkspartei, Sabine Zimmermann, hervor. Wie Spiegel online am Montag berichtete, stieg zwischen 2000 und 2007 die Zeit, in der Auszubildende am Arbeitsplatz einfache Arbeitstätigkeiten ausführen mußten auf 47 Tage im Jahr – ein Plus von 25 Prozent. Dazu gehört im Einzelhandel etwa der Verkauf oder die Warenverräumung.

Zimmermann kritisierte, es müsse sichergestellt werden, »daß Auszubildende nicht als billige Arbeitskräfte mißbraucht werden und die eigentliche Berufsausbildung auf der Strecke bleibt«. (jW)

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