Zum Inhalt der Seite

Rebellen im Kongo stimmen neuen Verhandlungen mit Regierung zu

Die kongolesische Regierung und die Rebellen der M23-Bewegung wollen die vor Monaten unterbrochenen Verhandlungen zu einer friedlichen Lösung ihres blutigen Konfliktes wieder aufnehmen. Dies bestätigte ein Rebellenführer am Freitag der Agentur dpa. Vorausgegangen war ein Krisentreffen mehrerer Staatschefs aus der Region in der ugandischen Hauptstadt Kampala. Im rohstoffreichen Ostkongo flammen seit Monaten immer wieder Kämpfe auf, unter denen vor allem die Zivilbevölkerung leidet. Außer dem kongolesischen Präsidenten Joseph Kabila nahmen auch die Staatschefs von Uganda, Tansania, dem Südsudan und Ruanda an der Dringlichkeitssitzung teil. Die Nachbarländer entschieden am Donnerstag abend, den Rebellen drei Tage Zeit zu geben, um an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Innerhalb von 14 Tagen sollen beide Seiten Ergebnisse präsentieren.

»Wir haben alle Bedingungen akzeptiert, die die Präsidenten gestellt haben und werden sie umsetzen«, sagte der Anführer der M23-Delegation, Rene Abandi. Die letzten Verhandlungen Anfang des Jahres waren ergebnislos abgebrochen worden.

Nach Schätzungen der Vereinten Nationen sind seit April 2012 über 100000 Menschen vor der Gewalt auf der Flucht. Seit Wochen gibt es wieder Gefechte rund um die Stadt Goma mit Dutzenden Opfern. Die Rebellengruppe M23 ist nach dem Datum benannt (23. März 2009), an dem ursprünglich ein Friedensvertrag mit der Regierung in Kinshasa getroffen worden war.

(dpa/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 07.09.2013, Seite 6, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!