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Ku-Klux-Klan auf »weißem Fleck«

Berlin. Die Ermittlungsarbeit der baden-württembergischen Sicherheitsbehörden im Fall der rechtsextremen Terrorgruppe NSU stößt im Untersuchungsausschuß des Bundestags auf Kritik. Der Grünen-Obmann Wolfgang Wieland sagte am Donnerstag in Berlin, er sei tief enttäuscht von den bisherigen Ergebnissen. »Baden-Württemberg ist noch mit der weißeste Fleck auf der Landkarte unserer Untersuchung.« Der Ausschuß befaßte sich am Donnerstag mit den Verbindungen des »Nationalsozialistischen Untergrunds« und den Aktivitäten des rassistischen Geheimbundes Ku-Klux-Klan (KKK) im Südwesten. Zwei Aktivisten sollen V-Leute des Verfassungsschutzes gewesen sein. Der Gründer und Anführer, Achim Schmid alias Ryan Davis, soll von 1994 bis 2000 für das Landesamt (LfV) in Stuttgart gearbeitet haben, Thomas Richter alias »Corelli« für das Bundesamt, berichtete am Donnerstag die Frankfurter Rundschau unter Berufung auf Akten, die dem Ausschuß vorliegen. (dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 19.04.2013, Seite 4, Inland

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