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Aus: Ausgabe vom 17.12.2012, Seite 4 / Inland

dapd: Investor sieht viel Substanz

Hamburg. Der potentielle dapd-Investor und frühere N24-Geschäftsführer Ulrich Ende sieht gute Überlebenschancen für die insolvente Nachrichtenagentur. »Ich glaube, dapd hat viel Substanz«, sagte Ende dem aktuellen Spiegel. Im Januar endet die Kooperation mit der US-Nachrichtenagentur AP, die bisher für den Auslandsnachrichtendienst verantwortlich war. AP wird künftig mit dem Konkurrenten dpa kooperieren. Man werde den Kunden bis Jahresende »ein Angebot unterbreiten, das dem AP-Angebot in nichts nachsteht«, sagte Ende. Darüber hinaus müsse dapd an seiner »journalistischen Eigenständigkeit arbeiten«. Dazu gehörten auch mehr selbstrecherchierte Nachrichten. Das klinge banal, finde bisher aber zu wenig statt, so Ende weiter.

Im Jahr 2010 hatte Ende im Auftrag der damaligen dapd-Eigentümer Martin Vorderwülbecke und Peter Löw versucht, den Nachrichtensender N24 zu erwerben. Löw und Vorderwülbecke stünden aber nicht als versteckte Geldgeber hinter dem Erwerb der dapd: »Ich bin kein Strohmann. Beide dürften überrascht sein«, sagte Ende dem Spiegel. (jW)