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Brüssel für Mindestlöhne

Strasbourg. Als Ausweg aus der Rekordarbeitslosigkeit hat die EU-Kommission die Mitgliedsstaaten zu einer Fülle von Reformen aufgerufen: Eine Senkung der Arbeitskosten, Kurzarbeit nach deutschem Vorbild, aber auch die Einführung »differenzierter« Mindestlöhne verlangt Brüssel von den Regierungen. Denn letztere könnten ein »effektives Mittel« sein, damit die Menschen auch wirklich Arbeit suchten, heißt es in dem am Mittwoch in Strasbourg vorgestellten Beschäftigungspaket. Kommissionschef José Manuel Barroso appellierte an die Länder zu handeln. Denn die Beschäftigungsbilanz in der EU ist verheerend: Im Februar war die offizielle Arbeitslosenquote auf den Rekordwert von 10,2 Prozent geklettert. Um das Ziel einer Beschäftigungsquote von 75 Prozent der Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter zu erreichen, müßten 17,6 Millionen Jobs geschaffen werden. Tatsächlich gingen in den letzten drei Jahren aber 4,5 Millionen Arbeitsplätze verloren. (dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 19.04.2012, Seite 1, Ausland

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