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Der Begnadete

»Nur durch göttliche Gnade« wurde Carl Friedrich von Weizsäcker nach eigener Einschätzung davor bewahrt, im Auftrag des Heereswaffenamts der Nazis die Atombombe zu entwickeln. Diese Gnade bestand eigentlich darin, »daß es nicht gegangen ist«, wie er dann noch einräumte – die deutsche Kriegswirtschaft konnte schlichtweg nicht die erforderlichen Ressourcen bereitstellen. Am 28. Juni vor 100 Jahren wurde der so begnadete Physiker geboren. Er starb vor fünf Jahren am Starnberger See. Zwischenzeitlich hatte er sich immerhin noch gegen die atomare Bewaffnung der BRD ausgesprochen. Zum Jubiläum übergibt die von ihm mitgegründete Vereinigung Deutscher Wissenschaftler am Dienstag in Berlin nun feierlich eine Briefmarke an seinen jüngeren Bruder, den Bundespräsidenten a.D. Richard von Weizsäcker. Debattierklubs zum Jubiläum werden folgen. Als Teilnehmer sind unter anderen Gesine Schwan, Antje Vollmer und Klaus Töpfer angekündigt.

(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 19.04.2012, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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