Zum Inhalt der Seite

Keine Weltpleite wegen Haircut

London. Die Weltpleite wird verschoben: Der Verband für außerbörslich gehandelte Derivate, die International Swaps and Derivatives Association (ISDA), sieht in der nachträglich eingeführten Möglichkeit zu einer Zwangsumschuldung in Griechenland und der Schaffung von zwei Gläubigerklassen kein »Kreditereignis«. Somit werden Zahlungen aus Kreditausfallversicherungen (Credit Default Swaps, CDS), nicht ausgelöst. Die Entscheidung des zuständigen Komitees sei einstimmig ausgefallen, teilte ISDA am Donnerstag in London mit. Die zwei an den Verband herangetragenen Anfragen seien damit beantwortet. Bei einem »Ausfall« wären Versicherungen fällig geworden, die nach Ansicht mancher Experten das Weltfinanzsystem hätten kollabieren lassen.

(dapd/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 02.03.2012, Seite 9, Kapital & Arbeit

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!