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Bilder machen dick

Allein der Anblick von Speisen macht Appetit. Das wurde nach Angaben des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in München erstmals nachgewiesen. Die Mitteilung stammt vom Montag. Daß Bilder von Nahrungsmitteln das Hungergefühl anregen, liegt demnach am Hormon Ghrelin, das durch entsprechende optische Reize vermehrt ausgeschüttet wird. Als Hauptregulator steuert Ghrelin sowohl unser Eßverhalten als auch körperliche Prozesse zur Nahrungsverwertung. Die Forscher konnten einen Anstieg der Konzentration im Blut als Reaktion auf optische Reize nachweisen. MPI-Forscherin Petra Schüssler empfiehlt Menschen mit Gewichtsproblemen, den Anblick von Bildern appetitlicher Lebensmittel möglichst zu vermeiden. Die allgegenwärtige Präsenz von appetitanregenden Lebensmitteln in den Medien könnte nach Einschätzung der Wissenschaftler einen erheblichen Teil zur Gewichtszunahme in der Bevölkerung beitragen. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 19.01.2012, Seite 15, Natur & Wissenschaft

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