Zum Inhalt der Seite

Papst: Homoehe bedroht Menschheit

Rom. Papst Benedikt XVI. hat die gleichgeschlechtliche Ehe am Montag als eine der großen Bedrohungen der traditionellen Familie bezeichnet. Im Rahmen seiner Neujahrsansprache an das diplomatische Corps im Vatikan betonte er die Relevanz der richtigen Rahmenbedingungen für Kinder und der Familie, die auf der »Heirat von einem Mann und einer Frau« basiere. Gesetze, »die die Familie untergraben«, bedrohten »die menschliche Würde und die Zukunft der Menschheit an sich«, sagte er vor Diplomaten aus fast 180 Staaten.

Die gleichgeschlechtliche Ehe ist in etlichen europäischen Ländern wie den Niederlanden, Spanien, Schweden und Portugal legal. Auch in Kanada, Südafrika, Mexiko, Argentinien und einigen östlichen US-Bundesstaaten dürfen Lesben und Schwule heiraten.

(Reuters, jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 13.01.2012, Seite 15, Feminismus

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!