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Bischof legitimiert Vergewaltigung

Porto/Granada. Der Erzbischof von Granada, Javier Martínez, hat offenbar in seiner Weihnachtspredigt gesagt, daß Frauen vergewaltigt werden dürfen, wenn sie einen Schwangerschaftsabbruch hinter sich haben. Darüber berichtete die portugiesische Tageszeitung Jornal de Notícias vergangene Woche. Der Kirchenmann erklärte demnach in der südspanischen Provinzhauptstadt, daß »eine Frau, die abtreibt, einem Mann ohne Einschränkung die absolute Lizenz zum Mißbrauch ihres Körpers gibt, denn sie hat Schuld auf sich geladen«.

Die neue konservative Regierung unter Premier Mariano Rajoy hat bereits bekanntgegeben, »die Verderbnis des weltlichen Abtreibungsgesetzes« zu bekämpfen. Die Regelung, nach der ein Abbruch innerhalb der ersten zwölf Schwangerschaftswochen erlaubt ist, war erst 2010 verabschiedet worden.

(jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 13.01.2012, Seite 15, Feminismus

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