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»Terrorhelfer« in München verurteilt

München. Mit der Verurteilung des letzten Angeklagten ist der seit April dauernde Prozeß gegen acht »Terrorhelfer« in München zu Ende gegangen. Das Oberlandesgericht (OLG) verurteilte den 31jährigen Renee Marc S. am Dienstag wegen Unterstützung einer terroristischen Vereinigung im Ausland sowie Werbung für eine solche zu einer Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert.

Das OLG sah es als erwiesen an, daß S. im Internet Propagandavideos der Terrororganisation Al-Qaida weiterverbreitet und sich 2007 um eine militärische Ausbildung in einem Lager im pakistanisch-iranischen Grenzgebiet bemüht hat. S. bestritt die Vorwürfe, die Verteidigung prüft eine Revision.


Die Strafe ist die höchste in dem Prozeß. Außer S. hatten alle Angeklagten eingeräumt, im Internet Propagandavideos von Al-Qaida und Ansar Al-Islam verbreitet zu haben. Sie waren zu Bewährungsstrafen und Auflagen wie gemeinnütziger Arbeit verurteilt worden. (dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 07.12.2011, Seite 5, Inland

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