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Unser 3. Oktober

Vergessen Sie den Anschluß der DDR; als Tag der Geburt des Weltbühne-Herausgebers Carl von Ossietzky (1889–1938) bleibt der 3. Oktober ein Nationalfeiertag. Die nach ihm benannte Zweiwochenschrift lädt zum diesjährigen Wiegenfest ins Haus der Demokratie in Berlin. Gemeinsam mit der Internationalen Liga für Menschenrechte wird ab 11 Uhr eine Matinee veranstaltet. Die Moderation besorgt die Schriftstellerin Daniela Dahn. Der Historiker Kurt Pätzold erinnert an die Verleihung des Friedensnobelpreises an Ossietzky vor 75 Jahren. Moshe Zuckermann, Soziologe aus Tel Aviv, spricht über »Die deutschen Rechten und die deutschen Linken und ihr Verhältnis zu Israel und Palästina«. Die Einladung zur Matinee schließt mit einem Ossietzky-Zitat über die ernüchternde Militarisierung Israels: »In den Juden verehrte ich das einzige unkriegerische Volk der sogenannten zivilisierten Welt, das Volk ohne Feldwebel...« Das Zitat stammt von 1921. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 01.10.2011, Seite 13, Feuilleton

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