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Kein Stasi-Check vor den Wahlen

Schwerin. Die meisten Kandidaten für den neuen Landtag Mecklenburg-Vorpommerns müssen sich erst nach der Wahl auf eine erneute Stasi-Überprüfung einstellen. Die Parteien verzichten laut einer Umfrage der Nachrichtenagentur dapd auf einen Geheimdienst-Check, wollen sich jedoch nach der Landtagswahl für eine Überprüfung einsetzen. Eine formelle Bereitschaftserklärung von ihren Bewerbern zur Überprüfung nach der Wahl verlangte keine Partei. Viele, aber nicht alle der insgesamt 337 Kandidaten der Parteien und der vier Einzelbewerber um einen Sitz im Schweriner Schloß haben schon in der Vergangenheit einen Stasi-Check absolviert. Von einigen war er im Zusammenhang mit Mandaten in Kommunalvertretungen verlangt worden, andere waren bereits im Landtag überprüft worden. (dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 01.09.2011, Seite 5, Inland

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