-
19.07.2011
- → Kapital & Arbeit
Konzernen drohen Milliardenlasten
Hamburg. Daimler und die Deutsche Telekom müssen
Milliardenbelastungen fürchten. Die Financial Times
Deutschland (Montagausgabe) berichtete vorab, im
Schiedsgerichtsverfahren um das Lkw-Mautsystem des gemeinsamen
Unternehmens Toll Collect zeichne sich ab, daß die beiden
Konzerne nicht ohne Schadensersatz an den Bund davonkommen werden.
Der Bund fordert 5,1 Milliarden Euro plus Zinsen, weil das
Mautsystem erst 16 Monate später als vertraglich vereinbart in
Betrieb genommen werden konnte, die Firmen lehnen dies ab. Das
Blatt schrieb, Daimler und die Telekom hätten in ihren
Bilanzen keine Rückstellungen für Schadensersatz
gebildet, weil sie dies für eine Art Schuldeingeständnis
hielten. Eine entsprechende Verpflichtung werde daher zu Lasten
ihres Gewinns gehen. Sprecher der beiden Konzerne wiesen die
Berichte am Montag zurück. (dapd/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 3,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Kapital & Arbeit