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Assange-Auslieferung befürchtet

Stockholm/London. Der schwedische Anwalt des Gründers der Internet-Enthüllungsplattform Wikileaks, Julian Assange, rechnet mit einer Auslieferung seines Mandanten an Schweden. Zu dem am Dienstag in London beginnenden Berufungsverfahren gegen die Auslieferung sagte Björn Hurtig, es bestehe ein »großes Risiko«, daß der 40jährige Australier nach Schweden gebracht werde. Assange wird vorgeworfen, in Schweden zwei Frauen sexuell mißbraucht zu haben. Er wurde deswegen im Dezember in Großbritannien auf Grundlage eines schwedischen Haftbefehls festgenommen und später gegen Kaution und unter strengen Auflagen auf freien Fuß gesetzt. Assange weist die Vorwürfe gegen ihn zurück und bezeichnet sie als politisch motiviert.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 13.07.2011, Seite 6, Ausland

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