-
16.05.2011
- → Ausland
Erneut Gewalt gegen Kopten in Kairo
Kairo. Nach Zusammenstößen in der Nacht zum Sonntag hat
das Oberhaupt der Kopten in Ägypten die Gläubigen
aufgefordert, einen Sitzstreik zu beenden. Papst Schenuda III. der
koptisch-orthodoxen Kirche Ägyptens sagte am Sonntag,
daß die Situation durch den seit einer Woche andauernden
Protest weiter angeheizt würde. Er warnte zudem davor,
daß die Interimsregierung unter Führung der
Streitkräfte dabei sei, die Geduld mit den Demonstranten zu
verlieren. Zuvor hatte eine wütende Menge in Kairo die
christlichen Demonstranten mit Steinen und Brandsätzen
angegriffen. Es gab nach Angaben aus Sicherheitskreisen 67
Verletzte. 15 Personen seien festgenommen worden. Die Demonstranten
hielten sich bereits seit einer Woche vor dem Gebäude des
staatlichen Fernsehens auf und forderten Maßnahmen gegen
religiöse Gewalt.
(dapd/jW)
(dapd/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Ausland
