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MAN-Skandal: Spur zu Betriebsrat

München. Im Schmiergeld­skandal bei MAN verfolgt die Staatsanwaltschaft München einem Medienbericht zufolge erstmals eine Spur in Richtung Beschäftigtenvertretung. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung (Samstagausgabe) ermittelt die Behörde gegen den ehemaligen Gesamtbetriebsratsvorsitzenden der Nutzfahrzeugsparte. Hans M. werde der Untreue verdächtigt. Bei einem Verfahren vor dem Nürnberger Arbeitsgericht wurde der Zeitung zufolge von MAN-Anwälten der Verdacht einer möglichen unzulässigen Betriebsratsbegünstigung laut.

Hintergrund sei eine großzügige Altersteilzeitregelung für Hans M. Demnach schloß er bereits 2004 mit MAN einen Altersteilzeitvertrag, der eigentlich erst ab 2009 gelten sollte. Allerdings sollte der Betriebsrats­chef bereits ab 2006 freigestellt werden. Als es soweit war, wurde die vereinbarte Abfindung laut Zeitung aus unbekannten Gründen auf 100000 Euro verdoppelt. Zudem habe der Exbetriebsratschef monatliche Einkünfte von rund 8500 Euro erhalten.
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(dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 16.05.2011, Seite 4, Inland

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