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De Maizière tadelt Guttenbergs Reform

Berlin. Verteidigungsminister Thomas de Maizière hat die Vorarbeit seines Vorgängers Karl-Theodor zu Guttenberg bei der Bundeswehrreform kritisiert. In der ZDF-Sendung Berlin direkt am Sonntag beschwerte sich de Maizière über den Stand der Reformplanung bei seinem Amtsantritt. »Die Wunschzahlen, die ich vorgefunden habe, paßten mit der mittelfristigen Finanzplanung unter keinem denkbaren Gesichtspunkt zusammen«, sagte der CDU-Politiker. Dem Vernehmen nach will de Maizière die Gesamtzahl der Berufs- und Zeitsoldaten auf 170000 reduzieren. Die Zahl der freiwillig Wehrdienstleistenden soll zunächst nur bei 5000 liegen. Guttenberg hatte eine Gesamtzahl von 185000 Soldaten und bis zu 15000 Freiwillige angestrebt. De Maizière will seine Pläne am Mittwoch vorstellen.

(dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 16.05.2011, Seite 5, Inland

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