Zum Inhalt der Seite

Familienvater Tigana

Paris. Jean Tigana ist als Trainer des französischen Erstligisten Girondins Bordeaux zurückgetreten, weil Fans des Vereins wiederholt seine 16jährige Tochter beleidigten. »Das hat nichts mehr mit Fußball zu tun«, sagte der Europameister von 1984 nach der 0:4-Heimpleite gegen den FC Sochaux. »Meine Damen und Herren, gute Nacht!« Assistenztrainer Eric Bedouet nimmt als Interimslösung in den letzten vier Spielen der Saison auf der Girondins-Bank Platz. Tigana hatte den Posten zu Saisonbeginn vom jetzigen Nationaltrainer Laurent Blanc übernommen. Bordeaux, das 2009 seinen sechsten Meistertitel gefeiert hatte, ist Tabellen-Neunter. Klubpräsident Jean-Louis Triaud hat Verständnis für Tiganas Entscheidung: »Jean ist ein integrer Mann, der keine Komödie veranstaltet. Wenn wir so ein Niveau erreichen, ist der Fußball krank. Als Familienvater muß man in dieser Situation reagieren.« (sid/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 09.05.2011, Seite 16, Sport

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!