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Japan: Atomberater des Premiers tritt zurück

Tokio. Wegen Meinungsverschiedenheiten zum Umgang mit der Atomkatastrophe von Fukushima hat ein ranghoher wissenschaftlicher Berater in Nuklearfragen des japanischen Premiers Naoto Kan seinen Rücktritt erklärt. Die Regierung habe seinen Rat ignoriert und halte sich nicht an geltende Gesetze, sagte Professor Toshiso Kosako am Freitag bei einer Pressekonferenz unter Tränen. Sein Eindruck sei, daß die Regierung sich lediglich mit Notlösungen und Provisorien über die Zeit rette, anstatt eine wirkliche Lösung für die Atomkrise zu suchen. Die Entscheidungsprozesse seien zudem unklar, viele Maßnahmen im Umgang mit der Katastrophe seien nicht gesetzeskonform. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 30.04.2011, Seite 2, Ausland

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