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Burkina Faso: Unruhen weiten sich aus

Ouagadougou. Die Unruhen in Burkina Faso haben sich nach dem Beginn der Proteste meuternder Soldaten in der Hauptstadt Ouagadougou am Montag laut Augenzeugenberichten auch auf den Norden und Osten des Landes ausgeweitet. Grund für die Meuterei sind ausstehende Wohnungszuschüsse und Verpflegungsgelder. Der Lehrer Anatole Kiema berichtete am Montag, Schulen in der nördlich von Ougadougou gelegenen Stadt Kaya seien geschlossen worden, nachdem Soldaten von Sonntag nacht bis in die frühen Morgenstunden Schüsse in die Luft gefeuert hätten. In der östlich gelegenen Stadt Tenkodogo hätten Soldaten außerdem Mobiltelefone gestohlen und in Kneipen nach kostenlosen Getränken verlangt, erklärte der Anwohner Tassere Koanda aus der östlich gelegenen Stadt Tenkodogo.

Die Unruhen gingen am Donnerstag abend von zwei Kasernen auf dem Präsidentengelände aus und griffen am Freitag auf zwei weitere Militärcamps im Westen und Zentrum der Hauptstadt Ouagadougou über. In dem kleinen westafrikanischen Land gehen die Menschen seit Monaten immer wieder auf die Straße: Sie protestieren gegen die Regierung angesichts steigender Lebensmittelpreise und werfen der Polizei Mißhandlung eines Schülers vor, der in Gewahrsam gestorben war. Auch die Präsidentengarde schloß sich den Protesten an. (dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 19.04.2011, Seite 6, Ausland

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