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»Atomwende« bei den Liberalen

Berlin. Nach dem Wahldebakel vom Wochenende steht die FDP inhaltlich und personell vor einem Neuanfang. Generalsekretär Christian Lindner kündigte am Dienstag eine Kehrtwende in der bisherigen Energiepolitik der Partei an: Sie setzt künftig auf einen möglichst raschen Ausstieg aus der Atomkraft und die endgültige Abschaltung der acht ältesten Meiler. Dies wolle man in Gesprächen mit den Betreibern noch vor Ablauf des dreimonatigen Moratoriums durchsetzen, sagte Lindner. Auch die dann verbleibenden neun Reaktoren sollen Lindner zufolge früher abgeschaltet werden, als derzeit von der Bundesregierung geplant. Zudem wandte er sich gegen die bislang mögliche Übertragung von Restlaufzeiten alter AKW auf jüngere.

Aus Regierungskreisen hieß es zu Lindners Vorstoß, derzeit gebe es keine konkreten Pläne für Treffen mit den Energieversorgern. Man wolle zunächst den Beginn der Sicherheitsüberprüfung und der Beratungen der Ethikkommission abwarten. (dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 30.03.2011, Seite 1, Inland

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