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Buy-out-Gagen

Der Bundesverband der Film- und Fernsehschauspieler (BFFS) beklagt sinkende Einkünfte seiner Mitglieder. In den vergangenen zwei bis drei Jahren sind die Gagen laut BFFS-Vorstandsmitglied Hans-Werner Meyer um bis zu 20 Produzent gefallen. Da gleichzeitig das Produktionsvolumen abgenommen habe, und die Filme in immer kürzerer Zeit abgedreht würden, summierten sich die Einbußen für die Schauspieler auf bis zu 50 Prozent. Meyer forderte die TV-Sender zur Wiedereinführung von Folgevergütungen und Wiederholungshonoraren auf. Es würden fast nur noch »Buy-out-Gagen« gezahlt, die zwar etwas höher seien, aber jede weitere Vergütung ausschlössen. Zudem sollten vor allem die Öffentlich-Rechtlichen mehr Filme produzieren. »Die Finanzkrise ist nun vorbei«, begründete Meyer die Forderung. Und für den Erhalt ihres Verwaltungsapparates hätten die Sender ja mehr als genug Mittel. Der BFFS führt derzeit im Auftrag ihrer rund 1 600 Mitglieder zusammen mit ver.di Tarifverhandlungen mit der Produzentenallianz. Die nächste Runde ist für Mitte Januar angesetzt. (dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 30.12.2010, Seite 13, Feuilleton

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