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Hohe Steuerausfälle befürchtet

Berlin. Wegen hoher Verlustvorträge von Unternehmen drohen dem Staat offenbar hohe Steuerausfälle. Das ergibt sich nach einem Bericht der Financial Times Deutschland (FTD) vom Mittwoch aus einer Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der Linksfraktion. In dem Schreiben an die Abgeordnete Barbara Höll hieß es laut FTD, die Unternehmen könnten noch Verlustvorträge von mehr als 1100 Milliarden Euro steuerlich geltend machen, die sich auf rote Zahlen unter den Unternehmensbilanzen bzw. Gewinn- und Verlustrechnungen aus den Vorjahren beziehen.

Unternehmen, die Körperschaftsteuer zahlen müssen, schieben dem Blatt zufolge 506 Milliarden Euro an Altverlusten vor sich her, bei der Einkommensteuer waren es demnach 61 Milliarden Euro und bei der Gewerbesteuer sogar 569 Milliarden Euro. Bisherige Schätzungen waren von einem Gesamtwert von rund 500 Milliarden Euro ausgegangen.

(AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 30.12.2010, Seite 9, Kapital & Arbeit

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