-
13.12.2010
- → Ausland
Terrorermittlungen in Schweden
Stockholm. Nach zwei Explosionen in der schwedischen Hauptstadt
Stockholm haben die Sicherheitsbehörden Ermittlungen wegen
eines »Terrorverbrechens« aufgenommen. Das sagte Anders
Thornberg vom Polizeigeheimdienst Säpo am Sonntag bei einer
Pressekonferenz. Sollte es sich um einen Selbstmordanschlag
gehandelt haben, so sei dies das erste Mal, das so etwas in
Schweden geschehen sei. Zur Identität des mutmaßlichen
Attentäters wollte er keine Angaben machen. Bei zwei fast
gleichzeitigen Explosionen im Zentrum Stockholms war am Samstag
nachmittag der mutmaßliche Attentäter ums Leben
gekommen. Kurz vor dem Anschlagsversuch war bei der schwedischen
Nachrichtenagentur TT und beim Säpo eine in Arabisch und
Schwedisch verfaßte E-Mail eingegangen, in der
»Aktionen« gegen den schwedischen »Krieg gegen
den Islam« angekündigt wurden. Gemeint war offenbar die
schwedische Militärpräsenz in Afghanistan und der
schwedische Karikaturist Lars Vilks, der den Propheten Mohammed als
Hund dargestellt hatte.
(AFP/jW)
(AFP/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Ausland
