Zum Inhalt der Seite

USA entschuldigen sich bei Guatemala

Washington. Die USA haben sich für Hunderte Menschenversuche in Guatemala entschuldigt. Vor über 60 Jahren hatte der Arzt John Cutler rund 1500 Menschen zu Forschungszwecken mit Geschlechtskrankheiten infiziert. US-Präsident Barack Obama äußerte am Freitag in einem Telefonat mit seinem guatemaltekischen Kollegen Álvaro Colom sein »tiefstes Bedauern«. Der Staatschef Guatemalas verurteilte die Vorfälle als »Verbrechen gegen die Menschlichkeit«. Cutler hatte von 1946 bis 1948 psychisch Kranke und Gefängnisinsassen mit Tripper und Syphillis infiziert, ohne diese über die Behandlung und ihre Folgen aufzuklären. Mindestens ein Patient starb während der Studie. (AFP/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 04.10.2010, Seite 6, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!