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Haftstrafe für Ex-BND-Agenten

München. Ein im Kosovo eingesetzter ehemaliger Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes (BND) ist wegen Betrugs zu zwei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt worden. Anton Robert K. wurde am Mittwoch vom Oberlandesgericht München des Betrugs in 21 Fällen sowie des Verrats von Dienstgeheimnissen für schuldig befunden. Sein Lebensgefährte Murat A. wurde ebenfalls wegen Betrugs verurteilt. Er erhielt eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und zwei Monaten.

Nach Überzeugung des Vorsitzenden Richters Bernd von Heintschel-Heinegg hat der 43 Jahre alte Oberstleutnant K. über Jahre hinweg falsche Rechnungen an den BND zugunsten A.s ausgestellt. Der in Deutschland aufgewachsene gebürtige Mazedonier A. war von K. als Übersetzer angestellt worden, nachdem sich die beiden Männer 2005 in Pristina kennengelernt hatten. Weiter wurde K. des Verrats von Dienstgeheimnissen für schuldig befunden: K. hatte seinem Lebensgefährten geheime BND-Informationen über kriminelle Strukturen in der Balkanregion offenbart. Die Verteidiger kündigten Revision an. (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 27.05.2010, Seite 5, Inland

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