Zum Inhalt der Seite

Neidisch

Ganz im Geiste der am Montag veröffentlichten »Leipziger Erklärung zum Schutz geistigen Eigentums« hat die Schriftstellerin Sybille Lewitscharoff die Nominierung der 18jährigen Nachwuchsautorin Helene Hegemann für den Preis der Leipziger Buchmesse 2010 kritisiert. Ein durch Plagiat entstandenes Werk wie der von Hegemann vorgelegte Roman »Axolotl Roadkill« beschädige den Preis. Plagiat und Verfälschung seien keine hinzunehmenden Kunstformen; außerdem dürften bei der Nominierungspraxis Verkaufszahlen und Bestsellerlistenränge keine Rolle spielen. Lewitscharoff hatte im vergangenen Jahr den Preis der Leipziger Buchmesse für ihren Roman »Apostoloff« (hat den eigentlich irgend jemand gelesen?) bekommen. (ddp/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 18.03.2010, Seite 13, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!