Zum Inhalt der Seite

Scharfe Kritik aus Washington an Israel

Washington/Jerusalem. Die US-Administration hat die israelischen Siedlungspläne im Ostteil Jerusalems als »Affront« verurteilt. Der Schritt untergrabe die Friedensbemühungen, kritisierte der Chefberater von Präsident Barack Obama, David Axelrod, am Sonntag. Der Streit entzündet sich an dem Plan zur Errichtung 1600 neuer Wohnungen für jüdische Bürger im Ostjerusalemer Stadtteil Ramat Schlomo. Dieses Viertel gehört zu dem Gebiet, das die Palästinenser für die Hauptstadt ihres künftigen Staates beanspruchen. Das Bauvorhaben wurde ausgerechnet an jenem Tag bekanntgegeben, an dem sich US-Vizepräsident Joe Biden in Israel aufhielt, um für den Nahost-Friedensprozeß zu werben. Dieses Timing sei »äußerst destruktiv« gewesen, sagte Axelrod im Fernsehsender NBC. Auch US-Außenministerin Hillary Clinton nannte die Wahl des Zeitpunkts »beleidigend«.

(apn/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 15.03.2010, Seite 2, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!