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Griechischer Protest

Aus Empörung über die Berichterstattung deutscher Medien über die Finanzkrise in Griechenland hat sich ein deutsch-griechischer Wirtschaftsverband an den Presserat gewandt. »Ich appelliere an Sie, sich dafür einzusetzen, daß die Berichterstattung in den deutschen Medien wieder zur Sachlichkeit zurückfindet«, schrieb der Vizepräsident der Deutsch-Hellenischen Wirtschaftsvereinigung (DHW), Phedon Codjambopoulo, am Wochenende in einem Brief an den Vorsitzenden des Trägervereins des Deutschen Presserats, Kajo Döhring. Vor allem in Printmedien und auf Online-Portalen werde derzeit »beleidigend« über Griechenland berichtet.

Der DHW kritisierte vor allem die Ausgabe 8/2010 des Nachrichtenmagazins Focus als »Höhepunkt dieser Haßtiraden und dieser Hetze«. Auf dem Cover hieß es »Betrüger in der Euro-Familie – Bringt uns Griechenland um unser Geld...?« und im Heft seien »griechenlandfeindliche Theorien aus der alten Schatzkiste herausgeholt«, diese »mit subjektiven Antipathien vereint und in Stammtischmanier verbreitet« worden, kritisierte der Wirtschaftsverband. Der DHW vertritt rund 30000 griechische und griechischstämmige Unternehmer und Selbständige in Deutschland. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 01.03.2010, Seite 12, Feuilleton

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