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Lottosucht

Etwa die Hälfte der 16- bis 65jährigen Bundesbürger hat im vergangenen Jahr dem Glücksspiel gefrönt. Dieses Umfrageergebnis veröffentlichte am Montag die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA). Beliebter wurde das Glücksspiel bei 18- bis 20jährigen Männern. Deren Anteil stieg von knapp sechs Prozent im Jahr 2007 auf 15 Prozent im vergangenen Jahr. Während 60 Prozent der Männer zocken, sind es bei den Frauen nur 47 Prozent. Die meisten spielen nur Lotto. Bei geschätzten 1,1 Prozent der Bevölkerung ist das Spielverhalten problematisch bis pathologisch. »Problematisch wird es, wenn ich keinen Tag mehr ohne Gedanken an das Glücksspiel verbringen kann«, erklärte BZgA-Sprecherin Marita Völker-Albert. »Wer einmal pro Woche einen Lottoschein ausfüllt oder ins Casino geht, ist nicht zwangsläufig süchtig.« (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 02.02.2010, Seite 13, Feuilleton

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