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Ressentiments: ­Neues von Sarrazin

Berlin. Der frühere Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD), der im Oktober in einem Interview Türken und Arabern in Berlin Integrationswillen absprach, hat sich erneut zum Thema geäußert. Laut Bild-Zeitung (Samstagausgabe) forderte Sarrazin, der jetzt Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank ist, ein Kopftuch-Verbot für muslimische Schülerinnen. Zur Begründung sagte er: »In Europa haben wir steigende Zahlen von Muslimen, was in allen Ländern Probleme macht.« Sarrazin verlangte, den Zuzug zu begrenzen und diejenigen, die da sind, unter »Integrationsdruck« zu setzen. (ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 14.12.2009, Seite 4, Inland

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