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Strafanzeige gegen Edeka-Aufsichtsrat

München. In der Spitzelaffäre um Edeka-Aufsichtsratschef Peter Simmel hat die Gewerkschaft ver.di in Chemnitz und München Strafanzeige wegen Nötigung bei der Staatsanwaltschaft eingereicht. Nach einem Bericht des Focus geht es um den Verdacht, daß Detektive im Auftrag von Simmel und dessen Sohn Andreas Mitarbeiter unter Druck setzten, um verdachtsunabhängig ihre Autos kontrollieren zu können.

In einer weiteren Anzeige habe ver.di die Deutsche Rentenversicherung um Überprüfung des Lohnsystems gebeten. Es bestehe der Verdacht, daß Simmel Überstunden, Weihnachts- und Urlaubsgeld mit Warengutscheinen beglichen habe, um Einkommenssteuer und Sozialabgaben einzusparen. Die Beschuldigten wiesen die Vorwürfe erneut zurück und beschuldigten indirekt die von ihnen beauftragten Detektive. Einer von ihnen hat laut Focus inzwischen gegen Simmel Anzeige wegen übler Nachrede gestellt.
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Nach Focus-Angeben ist 2008 in dem Fleischwarenbetrieb der Franken-Gut nahe Bamberg – einer hundertprozentigen Edeka-Tochter – ein Video-Überwachungssystem mit zwölf Kameras nebst Mikrofonen im Gebäudekomplex eingebaut worden. In zwei weiteren Betrieben sei die gleiche Anlage im Einsatz.(ddp/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 07.12.2009, Seite 5, Inland

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