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Drei starke Frauen und das Koks

Der wichtigste französische Literaturpreis geht dieses Jahr an die in Berlin lebende Autorin Marie NDiaye. Die französisch-senegalesische Schriftstellerin erhielt den Goncourt-Preis für ihren Roman »Trois femmes puissantes« (»Drei starke Frauen«), wie die Jury am Montag in Paris mitteilte. Der französische Autor Frédéric Beigbeder, bekannt durch »39,90«, wurde mit dem Literaturpreis Renaudot geehrt. Die 42jährige NDiaye lebt seit 2007 mit ihrer Familie in Berlin. Nach eigenen Worten verließ sie Frankreich nach der Wahl von Staatschef Nicolas Sarkozy, weil sie das Land seitdem »monströs« findet. In ihrem Roman »Trois femmes puissantes« erzählt sie die Geschichte von drei Frauen im Spannungsfeld zwischen Frankreich und dem Senegal, deren Schicksale von Familiengeheimnissen, Demütigungen und Verrat geprägt sind. Daß sie als erste Autorin schwarzer Hautfarbe den angesehenen französischen Preis erhält, spielt für NDiaye keine Rolle: »Ich habe niemals in diesen Kategorien gedacht«.

Frédéric Beigbeder bekam den Renaudot-Preis für sein jüngstes Buch mit dem Titel »Ein französischer Roman«, in dem er über seine Festnahme im vergangenen Jahr schreibt. Er war im Januar 2008 festgenommen worden, nachdem er von der Kühlerhaube eines Autos Kokain geschnupft hatte. (AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 04.11.2009, Seite 12, Feuilleton

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